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Der Flow – Effekt

Dieses Gefühl kennen wir alle: Das selbstvergessene Aufgehen in einer freudvollen Arbeit, die trotz großer Konzentration kaum anstrengend wirkt. Hinterher tauchen wir wie aus einem U-Boot wieder in der realen Welt auf und wundern uns, wie die Zeit so schnell vergehen konnte.

Besonders oft kann man diesen Zustand bei spielenden Kindern beobachten, aber auch für viele Erwachsene ist das ein bekanntes Erlebnis. 

Quelle: Canva.com

Flow kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „im Fluß“. Er gilt als besonders lernförderliche und produktive Verfassung, und hat es schon längst in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft. Aber wie förderlich ist Flow wirklich? Und wie entsteht er?  Sehen wir uns diesen besonderen Geisteszustand mal genauer an:

Was ist Flow?

Flow-Erleben ist ein Phänomen der intrinsischen Motivation, also einer Motivation, die nicht durch äußere Anreize entsteht, sondern aus unserem eigenen Interesse heraus kommt.

Flow ist gekennzeichnet durch das Aufgehen in einer Tätigkeit, bei dem man sich selbst ganz vergißt und mit hohem Engagement, hoher Konzentration an etwas arbeitet, wobei das Zeitempfinden stark verändert ist. Die Zeit „verfliegt“ entweder oder scheint viel langsamer zu vergehen, weniger relevante Reize werden dabei völlig ausgeblendet. 

Der Flow -Zustand selbst kann als belohnend empfunden werden und kann daher Lern- und Arbeitsprozesse durch bloßes Erleben erstrebenswert machen Dabei ist im Gehirn eine gute Menge Dopamin im Spiel, weshalb wir nach einem Flow-Erleben meist Lust auf weitere  Flow-Erlebnisse bekommen.

Wie kommt es zum Flow-Erleben?

Zwar handelt es sich bei Flow um ein individuell sehr unterschiedliches Empfinden, doch gibt es äußere Faktoren, welche die Auftretenswahrscheinlichkeit erhöhen können. Wichtigster Voraussetzung für Flow-Erleben ist die optimale Passung zwischen Anforderungen und Fähigkeit. 

Das heißt, die Aufgabe darf weder als zu langweilig noch zu schwierig empfunden werden. Darüber hinaus sind Flow-begünstigende Tätigkeiten in der Regel mit eigener Aktivität und nicht mit äußeren Erwartungen oder Belohnungen verbunden. Es kann auch helfen, wenn die Aktivität nur wenig vorhersagbar ist, ohne dabei die Möglichkeiten der eigenen Person zu überschreiten.

Beim Einsatz von spielebasierten Methoden wie Rollenspielei ist Flow-Erleben ziemlich oft anzutreffen. Wie das kommt und was es dabei zu beachten gibt, erfährst du im nächsten Blog Beitrag.

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